Ein Überblick über das Schweizer Wetter
Im Schweizer Wetter Guide erfährst du, was du das ganze Jahr über in der Schweiz erwarten kannst. Die Schweiz bietet vier markante Jahreszeiten, jede mit ihrem ganz eigenen Charme. Während die Sommermonate warme Temperaturen und perfekte Wanderbedingungen bringen, sind der Herbst und Frühling ideal für Outdoor-Aktivitäten ohne extreme Wetterbedingungen. Anders als in vielen anderen Ländern gibt es in der Schweiz keine ausgeprägte Regenzeit – die Niederschläge sind das ganze Jahr über eher gleichmäßig verteilt.
Um dir die Planung zu erleichtern, findest du hier eine Übersicht der Monate. Klicke einfach auf den Monat, der dich interessiert, und erfahre mehr über das Wetter, die besten Aktivitäten und Veranstaltungen in dieser Zeit.
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Januar
Der Januar in der Schweiz ist frostig und gilt als der kälteste Monat des Jahres mit durchschnittlich 3 °C. Ab etwa 800 m Höhe liegt zuverlässig Schnee, und es schneit im Schnitt an 12 Tagen. In Städten wie Zürich oder Genf ist es etwas milder (Tageshöchstwerte 4–5 °C, Tiefstwerte bis -3 °C), Schneefall ist dort aber seltener als in den Bergen. Für Wintersportfans ist der Januar ideal: Ob Langlauf, Skifahren oder Bobfahren alles ist möglich. Jedes Jahr findet das berühmte Lauberhornrennen in Wengen statt, die längste Abfahrt im Weltcup. Auch das World Snow Festival in Grindelwald mit beeindruckender Eiskunst lohnt sich.
Februar
Der Februar ähnelt dem Januar stark. Für Ski- und Snowboardfans herrschen in diesem Monat oft die besten Schneeverhältnisse. In höheren Lagen liegt weiterhin reichlich Schnee, während in den Tälern ab Mitte Februar bereits braune Wiesen sichtbar werden, da der Schnee langsam schmilzt. Es ist ganz normal, dass die Landschaft nach dem Winter zuerst braun erscheint, bevor sie sich mit zunehmender Sonne in frisches Grün verwandelt. Im Schnitt gibt es etwa 10 Schnee- oder Regentage im Monat.
Gleichzeitig beginnt im Februar die berühmte Fasnacht: Sie startet traditionell in Luzern und wird in der ganzen Schweiz bunt und ausgelassen gefeiert.
März
Der März ist ein ganz besonderer Monat in der Schweiz eine echte Übergangszeit vom Winter zum Frühling. Bis Mitte März beginnen die Täler zu blühen, während in den Bergen oberhalb von 1000 Metern noch viel Schnee liegt. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt zwischen 0 und 11 Grad Celsius, warme Kleidung wird daher empfohlen. Durch die längeren Sonnenstunden kann es jedoch bis zu 20 Grad Celsius warm werden und sich sehr angenehm anfühlen. Im Schnitt gibt es im März nur etwa 6 Regentage.
Ab Mitte März beginnen vielerorts die Kirschblütenbäume zu blühen. Die Wiesen verwandeln sich langsam von Braun zu Grün, und Löwenzahn sowie bunte Pflanzen schmücken die Landschaft.
April
Der April ist ein Monat mit unvorhersehbarem Wetter in der Schweiz, wie das Sprichwort sagt: «Der April macht, was er will.» Das Wetter kann sich häufig ändern von winterlichen Bedingungen bis hin zu Gewittern nach längeren Wärmeperioden. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 16 Grad Celsius ist es deutlich wärmer als in den vorherigen Monaten, dennoch solltest du warme Kleidung einpacken.
Während der Frühling in den Tälern bereits in voller Blüte steht, beginnt er in den Bergen gerade erst. Schneeflecken sind dort noch zu finden, da der Schnee langsam schmilzt. Im April gibt es relativ wenig Regen oder Schnee, mit durchschnittlich 5 bis 8 Niederschlagstagen im ganzen Monat. Der Monat markiert auch den Beginn der Blütezeit von Apfelbäumen und anderen Obstbäumen. Nach meiner Erfahrung zieht der Frühling bis Mitte April meist nur in tieferen Lagen ein, da es in höheren Regionen länger kalt bleibt und der Schnee langsamer taut.
Mai
Der Mai markiert den Beginn des Frühlings in den Bergen. Obwohl an manchen Stellen noch Schnee liegt, sind viele Höhenlagen bereits grün und mit Bergblumen sowie anderen bunten Pflanzen geschmückt. Während die Täler fast sommerliche Temperaturen von bis zu 20 Grad Celsius erreichen, kannst du in höheren Lagen noch die frische, kühle Luft genießen. Nachts fallen die Temperaturen deutlich – ein Rückgang um 12 bis 15 Grad Celsius ist nicht ungewöhnlich.
Die Anzahl der Regentage steigt durch hitzebedingte Gewitter etwas an, beträgt im Schnitt aber nur etwa 8 Tage. Bäume und Pflanzen stehen in voller Blüte, und die gesamte Landschaft ist von üppigem Grün bedeckt. Im Jahr 2022 wurden vielerorts bereits Temperaturen über 30 Grad Celsius gemessen. Der Mai ist außerdem eine Übergangszeit vom Frühling zum Sommer.
Juni
Der Sommer ist auch die ideale Zeit, um die zahlreichen Wasserfälle zu besuchen, da es besonders erfrischend ist, nach einer Wanderung neben einem Wasserfall zu sitzen. Im Juni sind die Wasserfälle aufgrund des schmelzenden Schnees in den höheren Lagen besonders stark. Im Jahr 2022 war der Sommer rekordverdächtig, und der Juni war der heißeste jemals gemessene Monat. Obwohl Statistiken zeigen, dass es im Sommer am meisten regnet, ist zu beachten, dass wie in jedem Land starke Gewitter mit heftigen Regenfällen auftreten können.
Juli
Der Juli ist dem Juni in Bezug auf das Wetter ähnlich, mit weiter steigenden Temperaturen und einer durchschnittlichen Temperatur von 22 Grad Celsius. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Schweiz keine Meeresbrisen hat, die wie in Küstenregionen für Abkühlung sorgen. An manchen Tagen fühlt es sich an wie in einem Backofen, mit Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius oder mehr, was ziemlich feucht und unangenehm sein kann. In solchen Fällen bieten die Berge eine willkommene Abkühlung. Ein Besuch in einer Eishöhle oder einer Schlucht, wie auf dem Titlis oder dem Jungfraujoch, kann an heißen Tagen ebenfalls erfrischend sein. Alternativ kannst du auch die Aareschlucht-Wanderung auf meinem Blog entdecken, eine ideale Tour für heiße Tage.
Die Hitze kann manchmal zu extremen Gewittern führen, von denen einige sogar Orkanstärke erreichen können. Das kann besonders gefährlich sein, wenn du ohne ausreichende Vorbereitung in den Bergen unterwegs bist. Das Wetter in den Bergen kann sich innerhalb von 15 Minuten drastisch ändern. Wenn du Regen riechst oder in der Ferne Nebel siehst und plötzlich die Berge nicht mehr erkennen kannst, solltest du so schnell wie möglich Schutz suchen.
Die Schweiz bietet im Sommer zahlreiche Outdoor-Festivals mit verschiedenen Musikgenres, von Hard Rock bis Techno.
August
Der August markiert die Spätsommersaison in der Schweiz und beginnt mit dem Schweizer Nationalfeiertag am 1. August. Während es in höheren Lagen etwas kühler sein kann, liegt die Durchschnittstemperatur bei etwa 20 Grad Celsius, wobei die Temperaturen oft über 30 Grad Celsius steigen können. Nach heißen Tagen können sich extreme Gewitter entwickeln, weshalb oft gesagt wird, dass es im Sommer viel regnet, obwohl es tatsächlich nur wenige Regentage geben mag. Wenn es jedoch regnet, können dabei extrem große Niederschlagsmengen fallen.
Der Schweizer Nationalfeiertag am 1. August wird in praktisch jedem Dorf der Schweiz gefeiert, mit spektakulären Feuerwerken und Drohnenshows. Wenn du Partys magst, solltest du die berühmte Street Parade in Zürich Mitte August besuchen, bei der mehrere Hunderttausend Menschen Techno auf den Straßen von Zürich feiern. DJs auf Trucks fahren durch die Stadt, was an die frühere Love Parade erinnert.
September
Der September ist der Übergangsmonat vom Sommer zum Herbst in der Schweiz. Zu Beginn des Monats gibt es meist noch keine Anzeichen für den Herbst, aber die Temperaturen können schnell sinken, da die Sonnenstunden abnehmen. Während die Sonne im Juni noch 12 Stunden am Tag schien, sind es im September nur noch etwa 9 Stunden. Nachts können die Temperaturen auf einstellige Werte fallen, daher ist es wichtig, warme Kleidung einzupacken. Der September ist ein ausgezeichneter Monat zum Wandern, da es morgens angenehm kühl ist und die Hitze tagsüber nicht mehr so drückend wirkt. Gegen Ende des Monats beginnen die Blätter, sich golden zu färben, und fallen von den Bäumen. Statistisch gesehen regnet es im gesamten Monat nur an 3 bis 5 Tagen, was ihn zum perfekten Monat für Wanderungen macht.
Alternativ kannst du den Schweizer Brauch des „Alpabzugs“ miterleben, bei dem geschmückte Kühe von den Alpen in die Ställe für den Winter gebracht werden. Es ist ein faszinierendes Ereignis, das das kulturelle Erbe der Schweiz eindrucksvoll hervorhebt.
Oktober
Im Oktober, wenn der Herbst einzieht, fallen die Blätter von den Bäumen und bedecken die Wege mit braunem Laub. Die Temperaturen sinken schnell und liegen zwischen 10 und 15 Grad Celsius, was es recht kühl macht. Warme Kleidung wird daher dringend empfohlen. Im Durchschnitt gibt es im Oktober 8–10 Regentage, und in Bergregionen ist es nicht ungewöhnlich, in diesem Monat Schnee zu erleben.
Die Herbstluft ist aufgrund der längeren Nächte oft feucht. Diese Jahreszeit ist bekannt für das Pilzsammeln, und der Duft von Pilzen liegt in vielen Wäldern in der Luft. Besonders beeindruckend sind im Herbst die Lärchenwälder, deren Nadeln sich in ein wunderschönes Goldgelb verfärben (wie man es auch im November sieht).
Wenn du auf der Suche nach einer großartigen Herbstwanderung bist, empfehle ich dir den 5-Seenweg in Zermatt. Diese Route führt dich durch einen goldenen Lärchenwald und vorbei an fünf Seen, die dir atemberaubende Panoramablicke auf das Matterhorn bieten.
November
Der November markiert den Übergang vom Herbst zum Winter. Oktober und November werden auch als „Nebelmonate“ bezeichnet, da in dieser Zeit häufig Boden- oder Hochnebel vorkommt. Dadurch kann alles grau wirken. Anfang November ähnelt das Wetter dem im Oktober, und die Blätter sind meist schon von den Bäumen gefallen. Wanderungen in Lärchen- oder Nadelwäldern werden besonders empfohlen, insbesondere im Engadin (Graubünden) oder Wallis, die fantastische Herbstansichten bieten.
Das Wetter im November ist typischerweise frisch, mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Es ist ratsam, Winterkleidung einzupacken, da die Temperaturen nachts oft unter den Gefrierpunkt fallen. Im Durchschnitt gibt es im November etwa sechs Regentage. Bis Ende des Monats haben die meisten Bergregionen bereits Schneefall erlebt, was zu einer dicken Schneedecke auf den Dächern führt.
Dezember
Der Dezember markiert den Beginn des Winters in der Schweiz. Tagsüber liegen die Temperaturen typischerweise zwischen 0 und 5 Grad Celsius, was es ziemlich kalt macht. Warme Kleidung ist daher ein absolutes Muss im Gepäck.
Wenn du nicht Ski fährst, kannst du dir immer einen Schlitten ausleihen und eine Fahrt die Pisten hinunter genießen. Fast jede Bergregion hat eine Schlittelpiste, und der Verleih kostet in der Regel zwischen 10 und 20 Franken.
Viele Menschen feiern im Dezember Weihnachten, und ein Besuch auf einem gemütlichen Weihnachtsmarkt ist ein absolutes Muss. Es ist wunderbar, Punsch oder Glühwein zu trinken und in Weihnachtsstimmung zu kommen, besonders wenn es schneit. Obwohl Städte wie Zürich, Genf, Luzern und Bern Traumziele für ein weißes Weihnachten sind, ist Regen zu dieser Zeit häufiger anzutreffen.
Silvester wird in der Schweiz ausgiebig gefeiert, mit großen Feuerwerken oder sogar spektakulären Drohnenshows in vielen Städten und Dörfern.
Und nach Neujahr beginnt der Januar. 😊
Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Planung helfen und dir einen groben Überblick über die Wetterbedingungen in der Schweiz in den einzelnen Monaten geben. Wenn du das hilfreich fandest, hinterlasse bitte einen Kommentar und bewerte den Blog.
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1 Kommentar zu «Monatlicher Schweizer Wetter Guide»
Ein Top Wetter Guide! 😍 Besten dank für die eindrücklichen Bilder zu jedem Monat damit man es sich vorstellen kann!