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🥾 Wanderinfos 🔽
- 📍 Start und Ende: Die Wanderung startet auf der Griesalp. Schon die Anfahrt mit dem PostAuto ab Reichenbach im Kandertal ist ein Highlight! Auf dem letzten Abschnitt überwindet die Linie 220 Steigungen von bis zu 28 %. Ziel der Wanderung ist Kiental, Dorf, von wo das PostAuto zurück nach Reichenbach fährt. Die Tour ist auch in umgekehrter Richtung möglich, dann unbedingt den Fahrplan zur Griesalp beachten.
- 🚶♀️➡️ Distanz: Die gesamte Wanderung ist rund 7,8 km lang und damit angenehm überschaubar.
- ⏱️ Zeit: Die reine Wanderzeit liegt bei ungefähr 2,5 Stunden. Mit Fotostopps, Pausen und genügend Zeit, um die Landschaft zu geniessen, solltest du eher 3,5 bis 4 Stunden einplanen.
- 📊 Aufstieg und Abstieg: Aufstieg ist 30m | Abstieg ist 490m
- 🥵 Schwierigkeit: Die Wanderung ist leicht bis mässig. Durch den geringen Aufstieg und die überschaubare Distanz ist sie konditionell gut machbar.
- 📆 Beste Jahreszeit: Besonders schön ist die Wanderung vom Sommer bis in den Frühherbst. Im Winter und oft auch noch im Frühling kann in den höheren Abschnitten länger Schnee liegen, während sich die Route ab Sommer meist von ihrer zugänglichsten und landschaftlich schönsten Seite zeigt.
- 🌿 Untergrund: Rund 5 km führen über Wanderwege, die restlichen knapp 3 km über ruhige Nebenstrassen. Einige Abschnitte verlaufen entlang der spektakulären Bergstrasse, auf der auch das PostAuto unterwegs ist.
- 🥾 Ausrüstung: Gute Wander- oder Bergwanderschuhe sind empfehlenswert. Wanderstöcke können besonders beim längeren Abstieg hilfreich sein. Genügend Wasser und Proviant mitnehmen, da es unterwegs nur wenige Einkehrmöglichkeiten gibt.
- 👨👩👧 Familien-Check: Eine abwechslungsreiche Familienwanderung mit Schlucht, Tschingelsee, Wildwasser und Wegen entlang des Flusses. Für Kinder, die bereits sicher wandern, ist die Tour gut geeignet. Nicht kinderwagentauglich, da mehrere Abschnitte über schmale und unebene Wanderwege führen.
- 🐕 Wandern mit Hund: Hunde sind auf der Wanderung möglich, müssen im Naturschutzgebiet beim Tschingelsee jedoch an der Leine geführt werden und dürfen dort nicht ins Wasser. Beim Abstieg durch die Schlucht führen zudem einzelne Abschnitte über Gitterstege, die für empfindliche Hunde unangenehm sein können.
- 🚗 Anreise: Von Reichenbach im Kandertal fährt die PostAuto-Linie 220 saisonal bis ins hintere Kiental. 2026 verkehren die Busse täglich vom 23. Mai bis 18. Oktober. Da auf der steilen Strecke kleine Fahrzeuge eingesetzt werden, sind die Plätze begrenzt. Ausserhalb der Saison kannst du beispielsweise in Kiental oder Tschingel parkieren und die Route entsprechend als Hin- und Rückwanderung planen.
- 💰 Kosten: Die Wanderung selbst ist kostenlos. Für die einfache PostAuto-Fahrt von Reichenbach im Kandertal bis zum Ausgangspunkt zahlst du CHF 20.40, mit Halbtax CHF 10.20. Mit GA ist die Fahrt kostenlos.
- 📌 Wegweiser & Markierungen: Vom Ausgangspunkt folgst du den Wegweisern Richtung Tschingelsee und anschliessend dem PostAuto-Erlebnisweg. Später führt die Route über Stege hinunter durch die Griesschlucht und weiter Richtung Kiental.
- 📶 Handyempfang: Der Mobilfunkempfang ist unterwegs teilweise schwach oder gar nicht vorhanden. In einzelnen Abschnitten hatten wir nur noch SOS-Empfang, daher Karten und wichtige Informationen am besten vorher offline speichern.
- 📸 Beste Fotospots: Zu den schönsten Fotospots gehört ganz klar der Tschingelsee mit seiner wilden Schwemmebene, den hellen Kiesbänken und den weiss-bläulichen Wasserläufen. Besonders im Frühherbst sorgt die Kombination aus Wasser, Wald und Bergkulisse für eine einzigartige Stimmung.
- 🦌 Wildtiere: Mit etwas Glück kannst du oberhalb des Ausgangspunkts Gämsen beobachten. Entlang der Wanderung begegnen dir ausserdem immer wieder Kühe und Geissen, die auf den Alpweiden grasen und perfekt zur typischen Berglandschaft des Kientals passen.
- 🌄 Highlights: Kurz vor dem Abstieg in die Griesschlucht eröffnet sich ein wunderschöner Blick über den Tschingelsee und seine verzweigten Wasserläufe. Danach wird die Landschaft deutlich wilder: Felsen, Schlucht und türkisfarbenes Bergwasser begleiten dich auf grossen Teilen der Wanderung.
- 💡 Tipps: Der Tschingelsee liegt in einem Naturschutzgebiet, deshalb solltest du dort keine Drohne fliegen und die Schutzregeln beachten. In der Griesschlucht lohnt sich zudem ein kurzer Abstecher zu einem versteckten Wasserfall, der eindrucksvoll zwischen den Felsen hinunterstürzt.
- 🏡 Unterkünfte & Restaurants: Entlang und nahe der Route gibt es einige Berghäuser und Restaurants, besonders beim Ausgangspunkt, rund um die Pochtenalp und im Dorf Kiental. Da die Öffnungszeiten teilweise saisonal sind, lohnt es sich trotzdem, Wasser und etwas Proviant mitzunehmen.
Die spektakuläre Anfahrt ins Kiental
Diese Wanderung beginnt eigentlich schon in Reichenbach im Kandertal, wo wir in das kleine PostAuto der Linie 220 steigen. Spätestens auf dem letzten Abschnitt wird die Fahrt selbst zum Erlebnis: Mit bis zu 28 % Steigung schlängelt sich das PostAuto durch extrem enge Haarnadelkurven hinauf ins hintere Kiental. Einfach zurücklehnen ist hier schwierig, denn aus dem Staunen kommt man kaum noch heraus.
Bevor es losgeht, decken wir uns in Reichenbach noch mit genügend Getränken und Proviant ein. Bei unserem Besuch Ende September waren einige Einkehrmöglichkeiten bereits geschlossen. Die Fahrt endet auf rund 1’400 m Höhe, wo gleichzeitig unsere Wanderung beginnt.
Zwischen Alpweiden und der steilsten PostAuto-Strecke
Vom Ausgangspunkt folgen wir dem PostAuto-Erlebnisweg Richtung Tschingelsee und Griesschlucht. Zu Beginn führt der Weg durch offene Alpweiden, vorbei an Kühen, die gemütlich im Gras grasen.
Schon auf dem ersten Kilometer merken wir, dass wir den Zeitpunkt Anfang Oktober ziemlich gut getroffen haben: Die ersten Bäume leuchten gelb und orange und die Landschaft verwandelt sich langsam in ein herbstliches Farbenmeer. Teilweise verläuft die Wanderung direkt entlang der steilen Bergstrasse. Wenn dann eines der kleinen PostAutos mit erstaunlicher Präzision durch die engen Kurven fährt, bleibt man fast automatisch stehen. Allein der Gedanke, hier selbst mit dem Auto hochzufahren, sorgt bei mir schon für Schweissperlen. 😅
Der erste Blick auf den Tschingelsee
Nach gut einem Kilometer erreichen wir einen meiner liebsten Aussichtspunkte der Wanderung. Von hier oben eröffnet sich erstmals der Blick über den Tschingelsee und seine ungewöhnliche Landschaft. Wenn du Bergseen im Berner Oberland liebst, könnte dir auch meine Oeschinensee Wanderung gefallen.
Statt eines klassischen Bergsees sieht man von oben eine weitläufige Schwemmebene mit hellen Kiesbänken, kleinen Wasserflächen und verzweigten Wasserläufen. Genau aus dieser erhöhten Perspektive erkennt man besonders gut, wie dynamisch sich die Landschaft hier ständig verändert. Der Tschingelsee steht unter Naturschutz und liegt zudem im eidgenössischen Jagdbanngebiet Kiental, weshalb unter anderem Drohnen verboten sind. Vor jedem Drohnenflug lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die offizielle Drohnenkarte des BAZL.
Direkt beim Aussichtspunkt gibt es auch eine Bank. Perfekt, um kurz sitzen zu bleiben und diese aussergewöhnliche Landschaft einfach wirken zu lassen.
Hinunter in die wilde Griesschlucht
Danach verändert sich die Wanderung komplett. Der gemütliche Alpweg wird wilder und unser nächstes Ziel ist die Griesschlucht mit dem Hexenkessel und dem Pochtenfall.
Schon beim Abstieg wird es zwischen den hohen Felswänden deutlich kühler. Anfang Oktober waren die Temperaturen ohnehin nicht mehr besonders hoch und durch die Feuchtigkeit und den Wind des Wildwassers fühlte es sich in der Schlucht nochmals einige Grad kälter an. Falls du wilde Schluchten und Wasserfälle magst, solltest du dir auch die Wasserfallarena Batöni im Weisstannental ansehen.
Wir nehmen uns Zeit und erkunden auch die kleinen Abzweigungen entlang des Weges. Zwischen Felsen, Stegen und rauschendem Wasser verstecken sich immer wieder neue Perspektiven. Besonders eindrucksvoll sind der Hexenkessel und der nahe Pochtenfall, dessen Wasser aus dem Gamchibach durch die Schlucht stürzt.
Vom Tschingelsee zurück ins offene Tal
Nach einer Weile verlassen wir die Schlucht wieder. Durch die feuchte Luft und den Wind wird uns langsam kalt und wir folgen dem Weg weiter Richtung Tschingelsee.
Unten im Tal verändert sich die Perspektive komplett. Die verzweigten Wasserläufe und hellen Kiesflächen, die von oben so spektakulär aussehen, liegen nun fast auf Augenhöhe vor uns. Der Weg wird gleichzeitig gemütlicher und führt über breite Kiesabschnitte durch die offene Landschaft.
Nach ungefähr 3 km und rund zwei Stunden inklusive unserer vielen Fotostopps erreichen wir schliesslich die Chiene. Von hier an wird die Landschaft wieder grüner und waldreicher, wodurch wir längere Abschnitte im Schatten wandern.
Entspannt entlang der Chiene
Ab hier verläuft der Weg gemütlich entlang der Chiene, die uns auf grossen Teilen des restlichen Weges bis ins Dorf begleitet. Immer wieder stehen Bänke direkt am Wasser. Genau der richtige Ort, um kurz abzuschalten und einfach dem Rauschen des Flusses zuzuhören.
Der Wanderweg wird hier teilweise schmaler und führt durch Wald und entlang des Wassers. Für normale Kinderwagen ist dieser Abschnitt deshalb nicht geeignet. Nach ungefähr drei Stunden und rund 7 km erreichen wir schliesslich Kiental und damit fast das Ende unserer entspannten Herbstwanderung.
Kiental im Herbst
Auch das Dorf selbst lohnt sich noch für einen kleinen Rundgang. Zwischen traditionellen Häusern, Wiesen und den umliegenden Bergen öffnen sich immer wieder schöne Ausblicke. Gerade im Herbst, wenn sich die Wälder langsam verfärben, bekommt das Tal eine besonders ruhige Stimmung.
Wer nach der Wanderung noch genügend Energie hat, könnte theoretisch weiter Richtung Reichenbach im Kandertal laufen. Bis zum Bahnhof kommen jedoch nochmals mehrere Kilometer dazu. Wir beenden unsere Tour deshalb bei Kiental, Dorf, wo das PostAuto zurück nach Reichenbach fährt. Gerade im Herbst ist das die angenehmere Variante, weil es am Abend bereits deutlich früher dunkel wird.
Fazit: Lohnt sich diese Herbstwanderung?
Für uns war diese Wanderung eine echte Überraschung. Innerhalb weniger Kilometer wechseln sich Alpweiden, Herbstwald, türkisfarbenes Wildwasser, eine wilde Schlucht und die aussergewöhnliche Landschaft rund um den Tschingelsee ab.
Besonders schön fanden wir die Tour Ende September bis Anfang Oktober, wenn sich die ersten Bäume verfärben und es nach der Hauptsaison bereits deutlich ruhiger wird. Wir trafen unterwegs nur wenige andere Wanderer.
Wenn möglich, würde ich trotzdem einen frühen Bus nach oben nehmen, denn die kleinen PostAutos haben nur begrenzt Platz. Den genauen Fahrplan solltest du vor deiner Wanderung nochmals überprüfen, da die Linie saisonal verkehrt. 2026 fährt sie täglich vom 23. Mai bis 18. Oktober.
Noch mehr Herbstwanderungen
Falls du noch mehr Wanderungen für den Herbst suchst, kann ich dir auch meine Tour vom Caumasee zum Crestasee in Graubünden empfehlen. Auch dort erwarten dich Wasser, Wald, Schluchten und wunderschöne Herbstfarben, allerdings in einer völlig anderen Landschaft.
Wie hat dir die Wanderung gefallen?
Warst du bereits im Kiental oder planst du diese Wanderung für den kommenden Herbst? Schreib mir gerne unten in die Kommentare, wie es dir gefallen hat oder ob du noch Fragen zur Route hast.
Wenn du die Tour später machen möchtest, speichere dir den Beitrag am besten direkt ab.
Häufige Fragen zur Wanderung Griesalp – Tschingelsee – Kiental
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Die Tour ist leicht bis mässig und verläuft grösstenteils bergab. Einzelne Abschnitte in der Schlucht sind jedoch steiler und können bei Nässe rutschig sein.
Die reine Wanderzeit liegt bei ungefähr 2 bis 2,5 Stunden. Mit Fotostopps, Pausen und Zeit am Tschingelsee solltest du eher 3,5 bis 4 Stunden einplanen. Die offizielle PostAuto-Route wird mit rund zwei Stunden angegeben.
Am schönsten ist die Tour vom Sommer bis in den Frühherbst. Besonders Ende September und Anfang Oktober können die ersten Herbstfarben für eine wunderschöne Stimmung sorgen. Die PostAuto-Linie zur Bergstation fährt 2026 bis 18. Oktober.
Für Einzelpersonen normalerweise nein. Eine Reservation ist grundsätzlich erst für Gruppen ab zehn Personen erforderlich. Einzelne Kurse können jedoch besondere Reservationsregeln haben, deshalb lohnt sich vor der Tour ein Blick in den aktuellen Fahrplan.
Der Tschingelsee wirkt nicht wie ein klassischer Bergsee. Besonders von oben sind die hellen Kiesflächen und verzweigten weiss-bläulichen Wasserläufe eindrucksvoll und machen die Landschaft zu einem der schönsten Fotospots der Wanderung.
Nein. Im Naturschutzgebiet ist das Eindringen in die Wasserflächen und die Ufervegetation untersagt.
Nein, im geschützten Gebiet rund um den Tschingelsee solltest du keine Drohne fliegen. Die Landschaft lässt sich dafür von mehreren erhöhten Punkten entlang des Wanderwegs sehr schön fotografieren.
Ja, die Tour ist für wandergewohnte Kinder abwechslungsreich und bietet mit See, Schlucht, Wildwasser und Wald viel zu entdecken. Für normale Kinderwagen ist sie wegen schmaler und unebener Wanderwege nicht geeignet.
Grundsätzlich ja. Beim geschützten Tschingelsee sollte der Hund jedoch an der Leine bleiben und nicht ins Wasser gehen. In der Schlucht gibt es ausserdem Gitterstege, die für manche Hunde unangenehm sein können.
Zu den Highlights gehören die spektakuläre PostAuto-Fahrt, der Blick von oben auf den Tschingelsee, die wilde Griesschlucht mit Hexenkessel und Wasserfall sowie der ruhige Wanderweg entlang der Chiene bis nach Kiental.


